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Geschichte der Jüdischen Warenhäuser

Wuppertal ist eine Stadt mit viel Tradition im Handel. Wer erinnert sich nicht noch an das Bilka in Barmen, oder an Hertie am Neumarkt? Auch Horten gab es hier an der Herzogstraße. Doch die traditionellen Warenhäuser sind längst Geschichte. Bis auf eines: Galeria Kaufhof.

Woher kommt eigentlich der Kaufhof? Diese Frage ist leicht zu beantworten. Wenn man es weiß...
Leonhard Tietz hat das Warenhaus begründet. Der Tuchhändler aus Birnbaum an der Warthe eröffnete am 08.05.1889 in Elberfeld sein erstes westdeutsches Kaufhaus an der Herzogstraße. Nach einer wechselvollen Geschichte ging das Unternehmen im Dritten Reich auf in die "Westdeutsche Kaufhof AG, vorm. Leonhard Tietz AG". Wie viele Juden wurde auch die Familie Tietz von den Nationalsozialisten enteignet. Im Zuge der Arisierung wurden jüdische Namen aus der Öffentlichkeit verdrängt.

Zaun

Wer gehörte noch zur Familie Tietz?
Auch ein weiteres traditionelles jüdisches Warenhaus wurde von Mitgliedern der Familie Tietz gegründet. Oscar Tietz, Leonhards jüngerer Bruder, gründete den Kaufhaus-Konzern Hermann Tietz, welchen er nach seinem Onkel und Geldgeber benannte. Im Rahmen der Arisierung wurde das Unternehmen umbenannt in Hertie.

Weitere Traditionsunternehmen

Zu den weiteren bekannten jüdischen Warenhausunternehmen gehören:

Lokale Unternehmen

Regional gab es diverse weitere Unternehmen. Diese alle zu erforschen wäre nur möglich im Rahmen einer Dissertation. Genannt seien hier darum nur einige.
In der Bochumer Innenstadt gibt es das so genannte Kaufhaus Kortum. Bekannt ist es Freunden des gepflegten Fernsehens als Kulisse des Wedel-Vierteilers "Der große Bellheim". Das Geschäft in diesem Haus betrieb die Gebr. Alsberg AG, geleitet von Alfred Alsberg. Die Firma betrieb Häuser im Ruhrgebiet, in Wuppertal, in Hildesheim und Oldenburg. (Dank an Hannes Oberlindober)

In Karlsruhe beheimatet war das Unternehmen der Geschwister Knopf. Sie unterhielten Warenhäuser im Badischen sowie in Luxemburg.

Meine Hausarbeit

Zu diesem Thema verfasste ich eine Hausarbeit, bewertet mit einer 1 vor dem Komma. Für Interessierte stelle ich sie hier gern zur Verfügung. Wie immer ist auch sie nicht ausdruckbar. Eine für Drucker geeignete Version stelle ich auf Anfrage gern zur Verfügung. Jegliche Form der Nutzung unterliegt meiner Genehmigung!
Die Geschichte der jüdischen Warenhäuser in Deutschland (PDF)

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